Babys 2 Jahr Teamarbeit An einem Strang ziehen

An einem Strang ziehen

Plant zusammen die kommende Woche: Wer bringt euren Schatz in die Kita? Stehen Arzttermine an und wer bringt das Baby dorthin? Welche Termine stehen auf Arbeit an?
Besprecht bei einem Kaffee kurz die nächste Woche und achtet sowohl auf eure eigenen Verpflichtungen im Beruf als auch Auszeiten und eine Zeit als Paar. Gibt es Terminüberschneidungen, könnt ihr rechtzeitig für eine Betreuung bei den Großeltern oder mit dem Babysitter sorgen. Stresssituationen durch kurzfristige Absprachen, die vielleicht nicht immer auf die schnelle zu lösen sind, werden so umgangen.

Gelassenheit lernen
Ein Streit um das „Recht haben“ lohnt sich selten. Lernt, gelassener zu werden. Mit einem Kind sieht die Wohnung evtl. nicht mehr so ordentlich aus  wie vorher oder ähnliches. Der Alltag, wie ihr ihn vorher kanntet, existiert nicht mehr. Sich an neue Gegebenheiten zu gewöhnen, ist nicht leicht.
Vorwürfe oder Streitereien um Kleinigkeiten und Prinzipien sind jedoch wenig förderlich. Natürlich ist es wichtig, Themen und Probleme anzusprechen. Überlege jedoch, ob dich das wirklich so sehr stört, oder ob das „Nervendrahtseil“ im Moment einfach nur etwas angespannt ist.

In eine Richtung gehen
Auch wenn ihr euch nicht immer über die Erziehung einig seid, vor dem Kind solltet ihr das nicht diskutieren. Sprecht es an und einigt euch auf einen Weg. Vor dem Kind solltet ihr in jedem Fall eine gemeinsame Richtung vorgeben. Später wird es schwierig, erzieherisch noch einzugreifen, wenn euer Kind gelernt hat, einen von euch um den Finger zu wickeln, um seinen Willen durchzusetzen.
Das Zauberwort heißt hier: Kompromisse eingehen. Oftmals steckt hinter einer „erzieherischen Auffassung“ eine Sorge oder der Wille, bestmöglich für euren Schatz zu sorgen. Versucht, euch gegenseitig zu verstehen, warum jeder seinen Weg wählt und einigt euch auf einen Kompromiss.

Vorwürfe umwandeln
Vorwürfe wie „du hilfst nie“, „du bist überhaupt nicht interessiert“, „du lässt mich alles allein machen“ sind in einer Partnerschaft fehl am Platz. Begreift euch als Team und versteht auch, dass ihr beide mehr voneinander und eurem Kind habt. Stur auf den Anderen losgehen ist keine Lösung und bringt euch nicht weiter.

Ihr beide habt euch in einer neuen Situation zurecht zu finden und ihr beide müsst euch erst darin einfinden. Bei einem mag es schneller gehen als bei dem Anderen. Jeder von euch ist jedoch froh, wenn er auf den Partner zählen kann. Statt Vorwürfen formuliert es doch als „über deine Hilfe würde ich mich freuen“, denn im Grunde steckt hinter den Vorwürfen der Wunsch nach Unterstützung.