Babys 1 Jahr Ernährung im ersten Jahr

Ernährung im ersten Jahr

Im ersten Lebensjahr wird dein Baby hauptsächlich durch Milch ernährt.

In den ersten vier bis sechs Monaten solltest du nach Möglichkeit voll stillen. Das Stillen ist die beste Ernährung für dein Baby und bietet dir und deinem Kind viele Vorteile:

  • Die Zusammensetzung und Menge der Muttermilch passt sich dem Bedarf deines Babys an
  • Muttermilch hat immer die richtige Trinktemperatur
  • Die Mutter-Kind-Beziehung wird gestärkt
  • Gestillte Babys können nicht überfüttert werden und haben später seltener mit Übergewicht zu kämpfen
  • Stillen senkt das Allergierisiko und stärkt die Immunabwehr
  • Stillen fördert die Rückbildung der Gebärmutter
  • Stillen senkt das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs
  • Stillende Frauen verlieren sehr schnell die von der Schwangerschaft noch übrig gebliebenen Pfunde
  • Gestillte Kinder erleiden weniger oft den gefürchteten plötzlichen Kindstod
  • Mit Stillen lässt sich viel Geld sparen

Wenn du nicht stillen kannst oder möchtest, lasse dich von deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme über die passende Säuglingsanfangsnahrung für dein Baby beraten.

Babys 1 Jahr Ernährung im ersten Jahr

Frühestens ab dem 5. Lebensmonat solltest du ganz langsam dazu übergehen, deinem Kind feste Nahrung in Form von Brei anzubieten. Diesen Übergang bezeichnet man als „Beikost“, d. h. schrittweise wird eine Stillmahlzeit nach der anderen durch püriertes Gemüse ersetzt. Für den Einstieg eignet sich Karotte oder Pastinake, auch Kürbispüree ist gut als Anfangsmahlzeit geeignet.

Bleibe etwa eine Woche bei dem eingeführten Lebensmittel und führe erst dann ein weiteres ein, z. B. Kartoffel. Wenn du nach und nach immer nur ein Lebensmittel neu einführst, kannst du leichter nachvollziehen, woher evtl. Allergien oder Unverträglichkeiten kommen könnten.

Füge dem Gemüsebrei etwas Öl (raffiniertes Rapsöl ist in seiner Zusammensetzung besonders gesund!) hinzu. Das Fett sättigt zum Einen besser, zum Anderen wird es vom Körper benötigt, um die Vitamine aus dem Gemüse besser aufnehmen zu können.

Wenn du Gläschen verwenden möchtest, achte auf folgende Punkte:

  • Die Gläschen sollten unbedingt salz- und zuckerfrei sein
  • Die Inhaltsstoffe sollten aus biologischem Anbau sein
  • Bei Gemüsegläschen lieber nur eine Sorte Gemüse, kein Allerlei
  • Grundsätzlich nicht mehr als 4 verschiedene Lebensmittelgruppen: Gemüse, Kartoffeln (oder Reis oder Nudeln), Fleisch und Pflanzenöl
  • Achte bei Obstgläschen darauf, dass sie ohne Zuckerzusatz (z. B. Fructose, Glucose, Glucosesirup, Honig, Maltodextrin, Saccharose) sind

Ab dem 6. bis 8. Lebensmonat kannst du deinem Baby am Abend auch einen Milch-Getreide-Brei anbieten. Ab dem 7. bis 9. Lebensmonat wird dann die Zwischenmahlzeit am Nachmittag durch einen Getreide-Obst-Brei ersetzt.

Frühestens ab dem 8. Monat kannst du deinem Kind den Vormittags-Brei durch ein Brot ersetzen. Das Brot sollte fein gemahlen sein, keine Körner enthalten und in kleine Stückchen geschnitten sein. Als Aufstrich eignet sich ein bisschen Margarine mit einer fettarmen Wurst.

Biete deinem Baby zusätzlich etwas zu Trinken in Form von ungesüßten Tees, stillem Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte an. Fruchtsäfte bitte nicht aus der Flasche trinken lassen, sondern frühzeitig den Umgang mit Becher oder Schnabeltasse üben, um die Zähne zu schützen.

Etwa ab dem 10. Lebensmonat besteht die Ernährung deines Babys dann aus drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Dein Baby kann nun schon gröbere Nahrung zu sich nehmen. Sei am Anfang jedoch noch vorsichtig mit kleinen, harten Lebensmitteln, wie z. B. Nüssen oder harten Beeren. Auch Schalen von Tomaten, Äpfeln usw. können am Anfang noch nicht so gut zerbissen werden.

Das Wichtigste zum Schluss: Zwinge dein Kind niemals zum Essen! Sein Appetit bestimmt die Menge. Gerade kleine Kinder haben noch ein gutes Gefühl dafür, wann sie satt sind.